"Ich weiß nicht, ob den Menschen bewusst ist, was sie verlieren können"

"Es gibt keinen Kompromissjournalismus, um alle Meinungen zu bedienen. Es gibt nur Journalismus": In einem Interview mit dem Branchenmagazin "journalist" fand ARD-Moderatorin Anja Reschke nun einmal mehr klare Worte. Der "Wert von freier, unabhängiger Presse" dürfe im Zuge der "Lügenpresse"-Vorwürfe nicht verunglimpft werden. Dazu sagt sie: "Ich weiß nicht, ob den Menschen bewusst ist, was sie verlieren können."

Journalisten dürften sich ihrer Meinung nach nicht "unter einem Pseudo-Neutralitätsmäntelchen" verstecken. Sie fordert ihre Kollegen auf, "Mut zur Ehrlichkeit, zur Transparenz, auch was die Herkunft von Informationen betrifft" zu zeigen. Doch um was es ihr vor allem geht, seien Haltung, Rückgrat und eine Meinung. Reschke befürwortet eine klare Positionierung von Journalisten bei ihrer täglichen Arbeit - auch wenn und gerade weil man damit aneckt.

Wenn es nach der "Panorama"-Chefin geht, dann sollten Journalisten zwar weiterhin kritisch mit sich und ihrem Job umgehen, aber nicht dem Fehlglauben anheimfallen, dass man als Journalist ständig Kompromisse eingehen müsse, um niemandem auf den Schlips zu treten: "Journalismus ist nicht dazu da, die Meinung der Rezipienten zu bedienen. Wo soll das hinführen?"


Die ARD-Journalistin sieht die Ursache dieser Zurückhaltung in der allgemein schwierigen politischen Lage, die unter anderem vom Rechtsruck und der Fake-News-Debatte geprägt ist. Sie betont, dass die Meinungsfreiheit in der Bundesrepublik ein schützenswertes Gut ist. Vielen Menschen sei gar nicht bewusst, wie zentral die freie Meinungsäußerung für eine demokratische Teilhabe ist. Reschke ist bekannt dafür, ihre eigene Meinung klar und deutlich zu vertreten. Erst kürzlich sorgte ihre Kritik am Deutschen Fernsehpreis, dem sie Sexismus attestierte, für Aufsehen.


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