Klare Worte an die Politiker

Der Anlass ist leicht, doch seine Worte gewichtig. Kurz vor dem Start seiner neuen TV-Reihe "St. Josef am Berg", die am Freitag. 16. Februar (20.15 Uhr, ARD), Premiere feiert, sorgt sich Schauspiel-Star Harald Krassnitzer um das demokratische Europa.

Die Filmreihe zeigt den 57-jährigen Österreicher als Bürgermeister einer Alpengemeinde, dessen Politik auf konservativen Männerfreundschaften und Hinterzimmervereinbarungen beruht. Im echten Leben ist Krassnitzer hingegen überzeugter Sozialdemokrat, der die europäische Demokratie zu mehr Transparenz mahnt: "Deals sind mittlerweile ein wichtiger Teil der Politik, über den kaum gesprochen wird. Zum Beispiel: Jene Leute, die eben noch Flüchtlinge in ihren Booten von Afrika nach Europa brachten, schützen nun die Grenzen der EU. Überall auf der Welt finden wir Netzwerke und Verstrickungen, die uns merkwürdig erscheinen und für viele Menschen nicht mehr durchschaubar sind", polterte Krassnitzer jetzt im Gespräch mit der Agentur teleschau.

Auch die Politik seines Heimatlandes verfolgt Krassnitzer, der mit seiner Frau, der deutschen Schauspielerin Ann-Kathrin Kramer, die meiste Zeit im Bergischen Land lebt, mit Sorge. Über die Koalition des konservativen Bundeskanzlers Kurz mit der rechtspopulistischen FPÖ meint er: "Leider gibt es in dieser Partei immer wieder Menschen, deren verbale Entgleisungen an die dunkelste Zeit der österreichischen Geschichte erinnern."


Echte Demokratie, so Krassnitzer, müsse man den Menschen jedoch auch zutrauen: "Die Bürger sind nur blöd, wenn man sie blöd macht. Man muss sie einbinden, man muss aufklären und sich manchmal für herausragende politische Ziel und Projekte einfach mehr Zeit nehmen." Man müsse "wieder mehr nach den Prinzipien einer Verantwortungsethik handeln und politische Abläufe transparent machen", fordert der Schauspieler. "Ich würde mir wünschen, dass Koalitionsfragen nicht nur hinter verschlossen Türen verhandelt werden. Dort wird unsere Zukunft besprochen. Ich wüsste gern, wo da Äpfel mit Birnen vertauscht werden. Ganz wichtig ist für mich, dass Menschen, die sehr viel Geld dafür bekommen, dass sie zum Beispiel für einen großen Konzern oder eine Bank arbeiten, verantwortlich sind. Diese Verantwortung müssen sie, wenn es darauf ankommt, auch übernehmen."


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